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Julchen

"Julchen von den lustigen Bären" *18.01.2013 † 03.07.2017, HD A1 ED normal, genomisch getestet

Prüfungen: BH

(Göre von den lustigen Bären x Keep in Touch della Torre d`Ovarda)
Würfe: L-Wurf am 01.07.2015 (2/2 nach Berntier`s Amusing Fellow), M-Wurf * 27.10.2016 (6/1 Welpen nach Milbu Bold as Bear)

Julchen ist im Gegensatz zu ihrem Halbbruder Hurtig mal wieder ein „Wunschkind“.
Ihre Mutter ist die schlimme Göre, ihr Vater der nach Polen emigrierte Italiener Taczi. Temperament hat sie von beiden Eltern geerbt, ebenso die ungeheure Sprungkraft. Sie lernt sehr schnell (Gutes und Schlimmes) und kann sich erstaunlich gut und sicher bewegen - völlig im Gegensatz zu ihrem Halbbruder Hurtig im selben Alter.

Sie ist eher klein und sehr wendig, hat dunkle gut geschlossene Augen und - hurra - ein komplettes Scherengebiß. Sie kann nicht nur sehr hoch und weit springen, sondern bei Bedarf fast wie ein Menschenaffe in unserem Adronitzaun hängen. Wie alle Hündinnen, die ich bisher hatte, ist sie extrem verfressen und klaut wie ein Rabe. Natürlich hat sie auch eine gehörige Portion Jagdtrieb, der sich im Gegensatz zu den übrigen jagdbesessenen Lustigen Bären bereits im Welpenalter eindeutig zeigte. So habe ich mit ihr im Alter von 10 Wochen mit dem Rückruf unter Kaninchenablenkung begonnen (eine echte Premiere). So früh hat noch kein Hund bei mir ein Abbruchsignal kennengelernt. Bisher (Stand 10 Monate) funktioniert das sehr gut, aber ich bin sicher, dass das letzte Wort in dieser Sache noch nicht gesprochen ist...

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Julchen ist schon regelmäßig mit auf den Hundeplätzen, zeigt sich hochveranlagt in der Unterordnung, geschickt und selbstsicher auf den Geräten und erstaunlich konzentriert in der Fährte. Auch mit Beutearbeit haben wir vor einigen Wochen angefangen. Wenn Sie gesunde Gelenke haben sollte, möchte ich sie gerne im Schutz- und oder Rettungshundesport führen.

Schön zu beobachten ist ihre Entwicklung in diesem ersten Lebensjahr, Vieles erinnert mich an die unbekümmte Jugend von Paulinchen, die alles so locker anging, weil sie als Halt nicht nur mich sondern immer auch den großen Jonathan hatte. Ich verfahre mit Julchen wie mit allen von mir gezüchteten und selbst behaltenen jungen Hunden: sie wird überwiegend alleine mitgenommen, damit sie sich als Hundepersönlichkeit entwickeln kann. Trotzdem haben die übrigen Hunde meines Rudels - inzwischen handelt es sich ja tatsächlich um ein Rudel, da alle von Dornröschen abstammen, die auf erstaunliche Art im höheren Alter noch in eine Führungsrolle hineingewachsen ist - im Umgang mit ihr Spuren hinterlassen: Hurtig, der selbssichere große Bruder, die lustige und unbekümmerte Mutter Göre, der sie immer noch etwas auf der Nase herumtanzen darf und Dornröschen, die Oma, die sowohl ihr als auch dem manchmal stürmischen Hurtig klare Grenzen setzt.

Im Sommer waren wir zu Besuch bei Papa Taczi. Taczi lebt in einer Hundegroßgruppe. Seine Menschenfamilie besteht aus drei Erwachsenen und zwei kleinen Jungen. Auch in dieser fremden Umgebung und ziemlich turbulenten Situation kam Julchen auf Anhieb problemlos zurecht und machte ihre Späße mit den 13 Hunden dort. Natürlich wurde sie hier und da auch ziemlich heftig angepfiffen, aber nachhaltig beeindrucken konnten Olgas Hunde sie nicht.

Julchen ist nicht nur ein toller Sporthund sondern eine ganz besondere Zuchthündin. Sie lässt sich problemlos decken und wirft auch relativ schwere Welpen ohne Schwierigkeiten. Allerdings möchte sie im Gegensatz zu Paulinchen, Carlotta, Dornröschen und Göre absolut keine menschliche Hilfe beim Werfen und der Aufzucht ihrer Welpen innerhalb der ersten zwei bis drei Wochen. Zwar toleriert sie widerwillig, dass ich die Welpen in die Hand nehme, aber was auch immer ich innerhalb der Wurfkiste richten möchte, beobachtet sie kritisch - und wurschtelt augenblicklich alles wieder in ihrem Sinn durcheinander. Sie will alles alleine machen- und kann es auch perfekt. Ich hatte bisher immer gute Muttereigenschaften bei meinen Zuchthündinnen, aber Julchen übertrumpft alle in Bezug auf sicheres Instinktverhalten. Sie ver- und umsorgt ihre Welpen vorbildlich, verteidigt sie aber auch gegen tasächliche oder vermeintliche Gefahren. Mir gegenüber zeigt sich das in einer für sie ungewöhnlichen Sturheit; wenn sie es für erforderlich hält, mahnt sie sogar durch tiefes Knurren. Durch Kommandos lässt sie sich trotzdem jederzeit auch aus der Wurfkiste holen und bleibt gehorsam direkt davor liegen, wenn ich etwas nachsehen möchte. Hochheben oder Wiegen der Welpen findet sie in den ersten Lebenstagen aber bereits überflüssig.

Und Besucher dürfen zwar kommen und SIE streicheln, aber nicht in das Zimmer mit der Wurfkiste gehen.Dann wird sie hektisch, stellt sich vor die Welpen und springt die Besucher an. Wenn dann Abstand gehalten wird, ist alles völlig in Ordnung und sie lässt sich gerne von jedermann streicheln. Zur Zeit führt sie (und das ist die wirklich treffende Beschreibung ihres Verhaltens) ihre fünf Wochen alten M-Wurf-Welpen. Es ist ein Erlebnis, sie und die Welpen dabei beobachten zu dürfen. Seit die Kleinen drei Wochen alt sind, dürfen sich auch Oma Göre und Onkel Hurtig für sie interessieren und bereichern deren Erziehungsprogramm.